Inhaus Schulungen

Für viele Kunden bietet eine Spritzguss-Schulung im eigenen Werk eine Reihe von Vorteilen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit mit vertrauten Maschinen und Werkzeugen "Ihre" individuellen Prozesse besser kennenzulernen und zu verstehen und idealerweise bereits während des Praxisteils eine Prozessverbesserung umzusetzen. Vor allem aber kann der Schulungsinhalt und die Schwerpunkte an Ihre Bedürfnisse angepasst und gemeinsam mit unserem regionalen RJG-Schulungsteam ein individuelles Schulungskonzept erstellt werden. Ein individuelles Schulungskonzept ermöglicht es Ihnen, Erfolge zu messen und kann flexibel an Engpässe angepasst werden. Die interne Schulung einer größeren Anzahl von Mitarbeitern ist daneben auch eine sehr kostengünstige Ausbildungsmethode und leistet einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeitermotivation und Teambildung insbesondere bei durch Einbindung von abteilungsübergreifenden Teams. Ein weiterer Vorteil: RJG Ausbilder sind in der Lage, sich auf die spezifischen Probleme und Eigenschaften einer bestimmten Spritzfertigung einzustellen und auf diese gezielt eingehen zu können.

Die Besonderheit der RJG Schulungen besteht darin, dass die Betrachtungsweise und Methode zur Einrichtung und Optimierung von Spritzgiessprozessen auf der Sicht des Kunststoffs basiert, d.h. welche phsyikalischen Zustände der Kunststoff während des Verarbeitungsprozesses einnimmt. Dadurch unterscheiden sich die Schulungen von RJG wesentlich von der klassischen Schulungsmethodik, die Spritzgießen anhand der Stellgrößen der Maschine betrachtet. Nach der erfolgreichen Umsetzung des RJG Schulungskonzepts ist Ihr technisches Team in der Lage, erfolgreich zusammenzuarbeiten, um die Ursachen der grundlegenden Probleme zu ermitteln und zu vermeiden bzw. dauerhaft zu beheben. Durch können Sie jährlich erhebliche Kosteneinsparungen durch Reduzierung von Ausschuß und Erhöhung der Kapazitäten realisieren. RJG Schulungen bieten eine Qualität, die Online & CD-basierte Schulungen oder reine Theorieschulungen nicht leisten können. Unsere Schulungsmethoden werden gesteuert von Daten, Fakten und Ergebnissen (ROI).


Die im Folgenden aufgeführten öffentlichen Kurse können auch als Inhaus Schulungen durchgeführt werden.


Im Folgenden die Kurse, die wir ausschließlich als Inhaus Schulungen anbieten. Zur Kursbeschreibung klicken Sie auf den Titel.

Kursbeschreibung

Dieser Kurs „Mathematik für Spritzgießer“ ist für alle Personen gedacht, die nicht die erforderlichen Mathematikkenntnisse haben, um Spritzgießprozesskurse erfolgreich abschließen zu können.  RJG hat festgestellt, dass ein großer Prozentsatz an Personen in der Spritzgießbranche nicht die erforderlichen Mathematikkenntnisse hat, die für Prozesskurse erforderlich sind, und sich aus diesem Grund nicht für diese Kurse anmeldet. Dieser Kurs „Mathematik für Spritzgießer“ ist eine Lehrveranstaltung mit Kursleiter, die sich auf die Mathematik konzentriert, die für wissenschaftliche Spritzgießtechniken erforderlich ist.

Dieser Kurs ist ein Zusatztag für den Kurs „RJG Grundlagen des Spritzgießens“. Durch den zusätzlichen Tag im Mathematikkurs im Rahmen des Kurses „Grundlagen des Spritzgießens“ verstehen die Teilnehmer die Mathematiktechniken, die im Kurs „Grundlagen des Spritzgießens“ vermittelt werden. Dieses Wissen schafft eine bessere Ausgangsbasis für zukünftige RJG-Kurse.

Kernthemen des Kurses

  • Flächenberechnungen (für verschiedene Formen)
    • Der erste Schritt zum Verständnis von Quadratzentimeter und der Trennfuge.
  • Anforderungen an die Klemmkraft
    • Schritt 2 unter Verwendung von Quadratzentimeter mit Kunststoffdruck zum Berechnen der Klemmkraftanforderungen
  • Verhältnisse
    • Zur Berechnung von Verstärkungsverhältnis, Schneckendesign
  • Gleichung von Pascal
    • Zum Verständnis, wie Kraft, Druck und Fläche alle Funktionen des Prozesses beeinflussen
  • Vergleich von Geschwindigkeit und Zeit
    • Um sicherzustellen, dass die Maschine die erforderliche Leistung erbringt (korrekt nach Spez. eingestellt) und den Kunststoff in das Werkzeug spritzen kann.
  • Gruppenaktivitäten zum Lösen praktischer mathematischer Probleme im Spritzgießprozess

Kursbeschreibung

Dieser dreitägige Kurs richtet sich an Instandhaltungspersonal, das für die Fehlersuche und vorbeugende Wartung und Instandhaltung von Spritzgussmaschinen und Zusatzausrüstungen zuständig ist. Das Wartungspersonal wird nicht darin geschult wird, wie die Maschinenleistung die Qualität des Endprodukts beeinflusst.

Dieses Seminar richtet sich an alle Personen, die für die Wartung und Instandhaltung von Spritzgießmaschinen zuständig sind. Der Zustand der Maschine ist ein kritischer Faktor zur Sicherstellung einer konstanten Teilequalität. Deshalb ist es wichtig, dass das Wartungspersonal versteht, warum die Überprüfung der Maschinenleistung für eine konstante Qualität der Teile von größter Bedeutung ist. Das Wartungspersonal soll lernen, wie Maschinenprobleme identifiziert und behoben werden.

Kernthemen des Kurses

  • Messung und Dokumentation von Schnecke und Zylinder
  • Bewertung von Schnecken- und Zylinderverschleiß
  • Platten Parallelität
  • Hydrauliksysteme (geschlossene und offene Regelkreise), Verstellpumpen und Proportionalventile
  • Elektromaschinen (Servo/Frequenz-Antriebe)
  • Funktion Materialtrockner
  • Dimensionierung des Kühlsystems

Das Wartungspersonal wird folgende Maschinenfunktionen beurteilen können:

  • Lastempfindlichkeit
  • Linearität der Spritzgeschwindigkeit
  • Dynamische Wiederholgenauigkeit der Rückstromsperre
  • Statische Wiederholgenauigkeit von Zylinder/Rückstromsperre
  • Druckregelverhalten
  • Drucklinearität

Nach Abschluss dieses Kurses sollte das Personal in der Lage sein, die o.g. Prüfungen durchzuführen und zu bewerten. Zusätzlich zu den durchgeführten Tests hilft das im Unterricht erlangte Wissen dem Lernenden bei der Suche nach der Ursachen für eine schlechte Maschinenleistung.

Die Teilnehmer sind dann in der Lage, im Hinblick auf Maschinenwartungsprobleme und ihre Auswirkungen auf die Prozessstabilität und die Qualität der Teile mit dem Fertigungspersonal zu kommunizieren.

Kursbeschreibung

Dieses Seminar richtet sich an technische Führungskräfte, die an der Übergabe von Werkzeugen vom Werkzeugbau an die Produktion beteiligt sind. Die Teilnehmer lernen, welche Probleme und Risiken bei der Inbetriebnahme neuer Werkzeuge auftreten können und wie solche Probleme bei der Werkzeugkonstruktion und beim Bau neuer Werkzeuge vermieden werden können. Der Kurs vermittelt Informationen zum Qualifizieren eines Werkzeugs anhand maschinenunabhängiger Daten.

Ziel dieses Kurses ist die Vermeidung, dass mangelhaft konstruierte Teile und Werkzeuge in die Produktion gelangen. Dies kann durch frühes und gründliches Hinterfragen des Werkzeugs erreicht werden, so dass seine Schwächen schnell ermittelt und behoben werden können, bevor mit ihm Teile in einer Produktionsumgebung gefertigt werden.

Kernthemen des Kurses

  • Durchführung von Maschinenfähigkeitsuntersuchungen: Lastempfindlichkeit, Druckregelverhalten, Linearität der Einspritzgeschwindigkeit, Test zur Prüfung der dynamischen Wiederholgenauigkeit der Rückstromsperre und der Durchbiegung von Maschinenplatten und Werkzeug
  • Ermittlung von Anforderungen an die Werkzeug- und Maschinenfähigkeit und wie die geeignete Maschine für das Werkzeug ausgewählt wird.
  • Entwicklung von maschinenunabhängigen Prozessbedingungen
  • Festlegung der Alarmgrenzwerte für die laufende Prozessüberwachung
  • Bewertung eines Werkzeugs während der Konstruktionsphase zur Ermittlung von Schwachstellen
  • Einrichtung und Dokumentation eines soliden DECOUPLED II oder DECOUPLED III Prozesses und einer Prozessreferenzkurve, der/die auf jede entsprechend dimensionierte und fähige Spritzgussmaschine übertragen werden kann
  • Durchführung einer 30/30-Schmelzetemperaturmessung
  • Durchführung einer Schergeschwindigkeits- und Viskositätsstudie für eine Werkzeug/Material-Kombination, um die optimale Einspritzgeschwindigkeit (Kunststoff-Fließgeschwindigkeit) zu bestimmen
  • Durchführung einer Maschinenfähigkeitsuntersuchung mit Einspritzzeit/Lastempfindlichkeit, um zu ermitteln, ob eine Spritzgießmaschine geeignet ist, einen optimierten Zyklus wiederholgenau zu reproduzieren, oder ob eine Abstimmung erforderlich ist.
  • Durchführung einer Siegelzeitstudie zur Ermittlung der optimalen Nachdruckzeit
  • Durchführung eines Tests zur dynamischen Wiederholgenauigkeit der Rückstromsperre

Voraussetzungen

Teilnahme am Kurs "Erfolgreiche Strategie zur Inbetriebnahme von Werkzeugen"

Kursbeschreibung

Die Kursteilnehmer lernen einen bestehenden Prozess zu dokumentieren und auf eine andere Maschine zu übertragen mit Hilfe von Umrechnungen und - wenn möglich - anhand von Referenzkurven bei Verwendung des eDART™-Systems. Es werden Vorgehensweisen zur Dokumentation und Prozesseinrichtung basieren auf den Kunststoffvariablen vermittelt (bei Bedarf unter Verwendung von graphischen Daten z.B. des eDART), was das genaueste Verfahren bei einer Werkzeugverlagerung darstellt. Im Unterricht wird ausdrücklich auf die Bedeutung der Kunststoffvariablen bei der Fehlerbehebung eines Prozesses hingewiesen. Die Schulung besteht sowohl aus einem theoretischen, als auch einem praktischen Teil, bei dem die systematischen Spritzgießkonzepte an der Maschine erprobt und vertieft werden können.

Die Kursteilnehmer lernen, ein Einrichtdatenblatt zur Dokumentation eines stabilen Prozesses zu erstellen und die relevanten Werkzeugdaten zu definieren. Die tatsächliche Maschinenfähigkeit wird bewertet und anhand der Auswahlkriterien für eine optimal geeignete Maschine überprüft. Die Vorgehensweise besteht darin, den Prozess immer wieder anhand von Kunststoffvariablen als Führungsgröße anzupassen und nicht anhand von Maschinendaten.

Es gibt Maschinengrößen, die die Werkzeugverlagerung von einer Maschine auf eine andere verhindern. Maschinentests helfen dabei herauszufinden, ob zwei Maschinen kompatibel sind.

  • Größe des Schneckenzylinders
  • Linearität der Spritzgeschwindigkeit
  • Druckregelverhalten
  • Ausreichend Druck
  • Gleichmäßige Plattendurchbiegung

Vier Kunststoffvariablen

Massetemperatur

  • Verfahren zur Herstellung einer optimalen Schmelze
  • Dokumentation der Schmelze
  • Verstehen, wie die Temperatur des Kunststoffs die Qualität der Teile beeinflussen kann.
  • Praxis (Schmelzetemperatur messen)

Volumetrische Fließgeschwindigkeit des Kunststoffs

  • Wodurch wird die Fließgeschwindigkeit beeinflusst und wie wird die richtige Fließgeschwindigkeit eingestellt
  • Arten zur Dokumentation der Fließgeschwindigkleit der Schmelze
  • Verstehen,wie die Fließgeschwindigkeit der Schmelze die Qualität der Teile beeinflussen kann
    • Praxis (Erstellen einer Viskositätskurve und Untersuchung des Ungleichgewichts des Füllverhaltens von Kavitäten zu Ermittlung der optimalen Werkzeugfüllzeit)
    • Praxisübung zur Untersuchung der Fließgeschwindigkeit (Ermittlung der Grenzen)

Druckverlauf

  • Wie stellt man fest, ob ein Einfrieren des Anschnitts erforderlich ist.
  • Verfahren zur Ermittlung des richtigen Verdichtungs/Nachdrucks
  • Wie dokumentiert man den Massedruck
  • Wie beeinflusst der Verdichtungs/Nachdruck die Qualität der Teile.
  • Praxis (Durchführen einer Siegelzeitstudie)
  • Praxisübung zum Verdichtungsdruck (Ermittlung der Grenzen des Werkzeugs)

Abkühlgeschwindigkeit und -Zeit

  • Möglichkeiten zum Anschließen des Werkzeugs
  • Wie ermittelt man, ob eine turbulente Strömung besteht
  • Wie die Werkzeugtemperatur den Kunststoff beeinflusst
  • Wie wird die Abkühlungsgeschwindigkeit dokumentiert
  • Praxis (Optimierung der Kühlung und Zeit bis zur Entformbarkeit)

Kursbeschreibung

Dieser Kurs ist speziell für Konstrukteure, Werkzeugbauer und Werkzeugingenieure vorgesehen, die Ihre Kenntnisse zur kunststoffgerechten Bauteil- und Werkzeugauslegung erweitern möchten. Ziel dieses Kurses ist es zu vermeiden, dass mangelhaft konstruierte Teile und Werkzeuge in die Produktion gelangen. Durch die systematische Prüfung der Werkzeugauslegung bereits in der Konstruktionsphasen können Fehler rasch identifiziert und korrigiert werden, bevor kostenintensive Werkzeugänderungen entstehen.

Kernthemen des Kurses

  • Grundlagen zur Bauteilauslegung zur Vermeidung von Produktionsproblemen
  • Prüfung von Komplexitäten bei der Bauteilkonstruktion
  • Maschinengerechte Werkzeugauslegung: Mehr als nur der Holmabstand
  • Wie beeinflusst die Werkzeugkonstruktion und -fertigung die Produktqualität und die Produktgesamtkosten
  • Systematische Werkzeugabmusterung zur Prozesszentrierung
  • Verhalten von Kunststoffschmelzen im Spritzgießprozess
  • Systematische Fehlersuche zur Trennung von Werkstoff-, Prozess-, Konstruktions- und Werkzeugproblemen
  • Die grundsätzlichen Unterschiede von Heißkanalwerkzeugen
  • Einfluss der Werkzeugkonstruktion auf das Abkühlverhalten und die Zykluszeit

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